In Reingard Dirscherls Kurzgeschichten geht es ums Fremdwerden oder Ankommen im weitesten Sinn. Sie handeln von alltäglichen und merkwürdigen Begegnungen und Beobachtungen, von Üblichem und Unüblichem, von den erstaunlichen Arten der Menschen, sich zwischen Räumen und Zeiten zu orientieren und zu verhalten. Der Blick der Autorin gilt vor allem den Orten und Räumen, wo Menschen sich befremden und faszinieren, missverstehen und neu zurechtfinden müssen. Reingard Dirscherl ist Ethnologin und Autorin zwischen Wissenschaft und Kunst. Sie ist in Wien zur Welt gekommen und in Basel aufgewachsen. Als freischaffende Journalistin (v.a. Türkei und Iran) schrieb sie über kulturelle und politische Themen, unterrichtete Deutsch für Fremdsprachige und transkulturelle Kompetenz für Staatsangestellte und arbeitete als Kulturvermittlerin am «Museum der Kulturen».